Jiu Jitsu, Ju Jitsu, Ju Jutsu oder Yawara (jap. 柔 jujutsu) ist eine Kampfkunst, mit der Angriffe mit oder ohne Waffen waffenlos und unter Ausnutzung von Hebel-, Wurf-, Schlag- und Trittechniken abgewehrt werden können.

Übersetzt bedeutet es soviel wie „Sanfte Kunst“, da es besonders zur Zeit der Samurai, die Ju Jitsu als letztes Mittel des Kampfes nach Verlust ihrer Waffen erlernten, ein Prinzip war, die Kraft des Angreifers umzulenken und gegen ihn zu richten. Man könnte auch sagen, dass das Wissen um Physiologie, Anatomie, Hebel- und Drehgesetze usw. einen Vorteil im Kampf bedeutete.

Die 3 Säulen des Ju Jitsu

Grundlage egal welchen Stils oder Systems ist eine gemeinsame Kihon, die GRUNDSCHULE, gewissermassen die gemeinsame Sprache jedes Budoka. Als Allrounder lege ich persönlich besonders viel Wert auf das Erlernen einer soliden Grundschule. Ohne feste Basis, ohne stabiles Fundament kann die stärkste Mauer ins Wanken geraten…

Selbstverteidigung

Selbstbehauptung, Achtsamkeit, Erlernen von effektiven Techniken, ein Gespühr für Gefahr entwickeln – dies geht natürlich nicht von heute auf morgen…

Wichtiges Element ist hier natürlich auch die Fallschule, also das verletzungsfreie Fallen und Rollen.

Wettkampf

In 3 Systemen kann man sich messen:

  • Duo (einstudierte Choreographien werden zu Zweit präsentiert und bewertet)
  • Fighting (ein rasanter und vielseitiger Kampf mit Atemis, Wurftechniken und Bodenkampf)
  • Ne Waza (ähnlich dem Brazilian Ju Jitsu, sehr taktisch und höchst komplexes technisches Schachspiel)

Bewegung, Tradition

komplexe Bewegungsabläufe, Koordination, Rumpfkräftigung und Kondition, Bewegungsschule für Kinder und Erwachsene

Außerdem Fördern von Selbstkontrolle, Konzentrationsfähigkeit, Disziplin, Etiquette, Höflichkeit, Respekt durch das Einbeziehen von japanischen und anderen fernöstlichen Lehren

 

Einige Links zu relevanten Themen (Weiterleitung auf externe Homepages)

Die Geschichte des Jiu Jitsu
Graduierung und Gürtelfarben
Downloadbereich des JJVÖ